Neues im Internet von den Kipfal

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Mittwoch, 16. April 2008

2. Konzert 2008


Am Sonntag den 13.April 2008 hörten wir Gerald Kraxberger, Klarinetten-Vladimir Petrov, Marimbaphon .

Sie spielten Werke von Johann Sebastian BACH,Evelyn GLENNIE , Philip PARKER u.a.m.

Ihren Interpretationen forderten zu einen genauen hinhören und mitfühlen heraus.













Mittwoch, 9. April 2008

Lieblingsbilder Teil 6

Samuel van Hoogstraten (1627-1678)

Stillleben kommt von "still liegen". Es gibt verschiedene Motive für Stillleben. Jagd, Geschirr, Gläser, Blumen .......... Eine spezielle Art ist "Trump'l oeil" (Täusche das Auge). Ein Meister dieser Malweise ist Samuel van Hoogstraten.



Freitag, 4. April 2008

Ludwig

Ludwig

Dramolett, vorzutragen in einem oberösterreichischen Dialekt.

von Andi Wahl



Mutter (steht am Herd und kocht das Abendessen)

Sohn (betritt den Raum): Griaß di.

Mutter: Griaß di.

Sohn: Du, Mama. Ban einakeima hob i gseng, dass o’gstocha hobts.

Mutter: Eh.

Sohn: Jetzt, mittn im Summa.

Mutter: Jo.

Sohn: Owa, mia haum ja gor kane Kitzal mehr g`hobt.

Mutter: Eh net.

Sohn: Hobts leicht a Goaß o’gstocha?

Mutter: Ah! (verneinender Laut)

Sohn: Jo, wauns ka Kitzal is und Goaß is a kane, wer hängt denn daun in da Fleischbaung?

Mutter: Da Ludwig.

Sohn: Da Ludwig! Jo warum denn da Ludwig?

Mutter: Jo wei na da Papa hoid o’gstocha hod.

Sohn: Spinnt denn der? Der kau do ned oafoch in Goaßbock o’stecha!

Mutter: Freilich kaun a. Host eh g’seng, dass a in da Fleischbaung hängt.

Sohn: Jo owa warum denn nur? Warum sticht da Papa auf amoi in Goaßbock o?

Mutter: Wei an hoid nimma hom mog.

Sohn (ruft aus): Wei an hoid nimma hom mog! Auf amoi? Wo a se do so gfreit hod, wiran griagt hod. Jedn Tog hod an biaschtlt und kampit. „Wiast seng“, hod a g’sogt, “wiast seng, mit den Bock wiad des a Goaßzucht, wias umadum ka zweite mehr gibt.“

Mutter: Eh.

Sohn: Jo, und der Bock hod ja a nix g’hobt. G’sund wora, de bestn Papiere hod a g’hobt und billig wora jo a ned grod.

Mutter: Na, billig woa der wirkli ned.

Sohn: Und brav deckt hod a. I kau mi nu so guat erinnern, wia eam da Papa tauft hod. „Ludwig“ hod da g’sogt, da Papa, „Ludwig soi a haßn. Ludwig, wia da Scharinger Wick va da Raiffeisn-Kassa. Wei mit dem Bock wiads mit unsara Goaßzucht aufwärts geh, wia mit da Raiffeisn-Kassa Oberösterreich.“

Mutter: Eh.

Sohn: Und auf amoi stichtn da Papa o. I vasteh des ned.

Mutter: Geh sei so guad, deck auf und schrei ihn Papa zan Essn.

Sohn (stellt Teller auf den Tisch, geht zum Fenster und ruft hinaus): Papa! Essn gibt’s. (Zur Mutter gewandt) Jetzt bin i g’spaunt, wos a sogt.

Vater (betritt gut gelaunt die Küche, küsst seine Frau auf den Scheitel und setzt sich zu Tisch): Host uns wida a guats Essn kocht, Mama. Des is gscheid. Mid an guadn Essn im Bauch, schaut die Wöd glei weit freindlicher aus.

Sohn (an den Vater gewandt) : Du host heid in Ludwig o’gstocha.

Vater (immer noch gut gelaunt): Jo. Noch ollen Regln der Kunst. Tscheast midn Schlochtschussapparat. Bum. Daun aun de Hintafiaß aufg’hängt, Guagl durchg’schnidn und oadendlich ausbliatn loßn. Bis aufn letztn Tropfm. A saubare Oawad.

Sohn: Jo, owa warum? Warum stichst du auf amoi in Goaßbock o?

Vater: Er hod den foischn Naum ghobt.

Sohn: Wieso den foischn Naum? Ludwig hoid, wia da Scharinger.

Vater: Genau.

Sohn (erstaunt): Wos host denn auf amoi gengan Scharinger?

Vater (lacht verschmitzt): De Froge is ned, wos i gegn eam hob, sondan wos gegn den hüft. Hom dad i an Schlochtschussapparat und a schoafs Messa. (Pause) Vielleicht eh des anzige wos höfad.

Sohn: Jo owa. Du host doch oiwei so vü g’hoidn, van Scharinger. Und auf amoi stichst in Goa?bock o, nua wei a so hoaßt wia er. Und Kredit host a g’riagt va da Raiffeisn-Kassa. Und jetzt woast auf da Bauan-Akademie. Do zoid jo a da Scharinger die Höfte.

Vater: Genau! Da Scharinger, der zoid nämlich üwaroi wos dazua. Dafia miassn a olle noch seiner Pfeifn taunzn. Und heit woa a söwa do, da Scharinger. Und do hob i gseng, wos des fia a präpotentes Oaschloch is. Dea hod ka anzige Widarede gön lossn. I hob mi so vü gifftn miassn, dass mi fost z’rissn hät. Und nu in Linz hob i ma gsogt: „Waunst ham kimmst, stichtst ois eastas in Goaßbock o.“ Und so hob is g’mocht. Jetzt is ma leichter, wiast siagst.

Mutter: Is eh recht, wauns da bessa geht. Owa wos soi mitn Fleisch van Goaßbock passiern?

Vater: Moch da kane Sorgn, Mama. Do kaf i nu a schens Stickl Schweinas und daun moch i draus a Wuascht. De wead i fest söcha, dass sche schwoaz wiad. Und z’Weinochtn essma daun die Sau-Bock-Wuascht-Ludwig. De wiad uns schmecka. Owa jetzt ess ma. Moizeit.

Mittwoch, 2. April 2008

Linz09 und die Negerkönige

„Hinaus aus der Stadt mit dem Schuft“ (frei nach Karl Kraus)

Kommentar von Andi Wahl

In einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten (12.3.08) meinte 09-Intendant Martin Heller zur Aussage des Phönix-Leiters Harald Gebhartl, dass sich das Phönix durch 09 seine Seele nicht rauben lasse: „Wir kennen das aus ethnologischen
Berichten: Mit dieser Begründung wollten sich Eingeborene nicht
fotografieren lassen. Das trifft die Sache ganz gut: Da wehrt sich
jemand dagegen, auf eine andere Weise wahrgenommen zu werden, als auf
die, die er kennt. Solche Sprache sagt wohl mehr über den Konflikt, als
auf den ersten Blick ersichtlich ist.“

Damit hat Heller entgültig die Hose runter gelassen und seine Position gegenüber der Freien Kunst und Kulturszene der Stadt Linz klar gestellt. Hier die eingeborenen Neger-Könige (Harald Gebhartl und Konsorten) dort die aufgeklärte Lichtgestalt und Zivilisationsbringer (Martin Heller). Als Ethnologe weiß Heller natürlich, dass er sich damit der Sprache eines Kolonialherren bedient. Er selbst sieht das sicherlich als bewusst gesetzte Provokation, und hält sich vielleicht sogar für mutig. Wir allerdings kennen das alles schon. Und was bei Thomas Bernhard und Claus Peymann noch aufrüttelnd und amüsant war, schmeckt bei Martin Heller wie ein dritter Aufguss – ein wenig schal.

Was Heller als Nicht-Österreicher vielleicht nicht wissen kann, ist, dass hier zu Lande künstlerische Hervorbringungen direkte gesellschaftliche Relevanz besitzen. So war beispielsweise der ehemalige Bundeskanzler und heutige Fraktionsführer der Volkspartei, Wolfgang Schüssel, in jungen Jahren für seine Gesangskunst bekannt. Mit seiner schönen Stimme hat er einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Etablierung der Rhythmus-Messen in Österreich geleistet. Und in eben diesen jungen Jahren hat er ein Liederbuch heraus gegeben, in dem auch ein damals gern gesungenes Lied enthalten war. Zwei Strophen diese Liedes möchte ich hier Herrn Heller ins Stammbuch schreiben:

Negeraufstand ist in Cuba

Schüsse gellen durch die Nacht

Weiße werden hin gemordet

und die Negertrommel kracht.

Auf den Flüssen schwimmen Tote

wie verkehrte Butterbrote

und der leichensüße Saft

gibt den Negern neue Kraft.


Angesichts des sich formierenden Widerstands der Freien Szene in Linz gegen die Intendanz von Linz 09, vielleicht bald wieder gern gesungenes Lied.

Doch Heller kann sich auf die fortgeschrittene Zivilisiertheit der Eingeborenen verlassen. Sie werden ihm schon nicht gleich den Bauch aufschlitzen. Vielleicht jagen sie ihn aber mit nassen Fetzen aus der Stadt. Das wäre eine angemessene Reaktion auf Hellers mutig-provokanten „Sager“.

Dienstag, 1. April 2008

Lieblingsbilder Teil 5

M.C. Escher (1898-1972)



Jeder Maler der gegenständlich malt, muß das Auge täuschen. Ein Bild ist nunmal zweidimensonal. Um "Raum" zu zeigen, wenden die Künstler allerlei Taschspielertricks an.

Ein Zeichner der sogar unmögliche Dimensionen zeigen konnte war M.C. Escher. Zwar schloss er in seinem Leben keine einzige Schule, die er besuchte ab, aber er wurde ein Meister der Optik.

Verfolgen sie einmal das fliesende Wasser!